"Der Messias"

in der Heilig-Geist-Kirche Geldern

2-Minuten-Video vom "Halleluja" auf Berichte, Rez. und mehr


Vorbericht in der Rheinischen Post:

12. Januar 2019

Kultur in Geldern

Männer und Frauen für den „Messias“

35 Sänger haben sich zum Projektchor der evangelischen Kirchengemeinde Geldern vereinigt. Sie proben für die Aufführung des berühmten Oratoriums von Georg Friedrich Händel. Die Aufführung ist am 27. Januar

 

Michael Klatt

 

Langsam baut sich die Textzeile auf: „So, Gott, errette mich.“ Die Sopranistinnen beginnen, die Bässe folgen, die Frau am Keyboard unterstützt mit der Führungsstimme und gibt schnell das Stopp-Zeichen. Noch einmal setzen die Sänger ein, um prompt noch einmal unterbrochen zu werden. Erst beim dritten Mal kommen sie bis ans Ende der Passage, und die Frau am Keyboard nickt zufrieden.

 

Nun also Georg Friedrich Händel. Dessen berühmtes Oratorium „Der Messias“ hat sich der Projektchor der evangelischen Kirchengemeinde Geldern vorgenommen. Nach Joseph Haydns „Die Schöpfung“ und Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ ist es das dritte große Vokalwerk, für das die Kantorei auch Sänger von außerhalb zum Mitsingen gebeten hat.

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Anfang 2018 erschien die entsprechende Pressemitteilung. „Und die Resonanz war enorm“, erinnert sich Geertje Wallasch, die in der Kirchengemeinde für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Meldungen kamen nicht nur aus Geldern, sondern auch aus Issum und Kerken. Rund 35 Frauen und Männer waren es schließlich, die sich unter der Leitung von Kantorin Jeehyun Park an das Einstudieren des populären Barock-Werks machten. Anfangs alle 14 Tage, jetzt, wo der Termin der Aufführung näher rückt, wöchentlich. „Es läuft gut“, sagt die Kantorin.

 

Sie eilt in die Sakristei, wo sich einige der Akteure während der Pause mit einem Imbiss stärken. Andere Mitglieder des Chors sitzen wartend in den Bänken der Heilig-Geist-Kirche. Dieser Probenabend geht in seine zweite Hälfte. Einige Stücke aus dem zweiten und dritten Teil des Händel-Oratoriums stehen auf dem Plan.

Mit Seiten- und Taktzahl gibt Jeehyun Park die Stelle vor, an der es weitergeht. „Hier lauter werden“, fordert sie, spielt und singt einzelne Passagen vor. „Mezzoforte“ heißt es für die Dynamik. Lange Linien werden gesungen. „Beim letzten Ton nicht lauter werden“, mahnt die Dirigentin. Dann demonstriert sie, wie die Sopranistinnen eine besonders hohe Stelle rund und voll tönen lassen sollen. „Genau“, meint sie, als die Sängerinnen ihrem Beispiel exakt folgen.

„Hier in Geldern werden unsere Konzerte gut angenommen“, sagt Geertje Wallasch. Seit zehn Jahren gibt es die neu aufgebaute Kantorei und hat sich seitdem musikalisch weiterentwickelt. So nahm der Chor 2017 im Jahr des Reformations-Jubiläums in Düsseldorf am „Lutheroratorium“ teil. Mit Händel und dem Projektchor steht jetzt erneut ein „Heimspiel“ an.

Die Probe neigt sich ihrem Ende entgegen. Auf Seite 31 steht die letzte Aufgabe für diesen Abend. „Sopran, Alt“, fordert die Dirigentin die Sängerinnen auf. „Männer“, nimmt sie die tieferen Stimmlage hinzu. „Er ist der König der Ehre““, jubeln am Ende alle. Und man kann sich gut vorstellen, wie gewaltig der Klang ist, wenn bei der Generalprobe am 26. Januar und bei der Aufführung am 27. Januar noch das Orchester dabei ist.


Das war Kultur live

13. März 2018

Geldern

"Curry auf Oliven" begeistert in Heilig-Geist

 

Das Ensemble "Noisten" spielte authentischen Klezmer, der sich musikalisch mit anderen Kulturen verbindet.

 

                                                                                                       FOTO: G. Wallasch

 

Geldern.

Das Ensemble "Noisten" war in der Reihe "Kunst trifft Kirche" in Geldern zu Gast.

                                                                                                                                  Udo Spelleken

 

Beim Gemeinschaftsprojekt der evangelischen Kirchengemeinde und dem Kunstverein Gelderland "Kunst trifft Kirche" war das Ensemble "Noisten" mit seinem Programm "Curry auf Oliven" zu Gast. Ortspfarrerin Sabine Heimann, Mirjam Grönheim-Keuck und die Vereinsvorsitzende Inge Ruhs freuten sich über eine volle Heilig-Geist-Kirche und versprachen authentischen Klezmer, der sich musikalisch mit anderen Kulturen verbindet und mit dynamischen Rhythmen und Melodien die jiddische Volksmusiktradition globalisiert.

 

Eröffnet wurde der Reigen beschwingt mit "Freylach", einem fröhlichen, traditionellen jiddischen Gruppentanz, bei dem Reinald Noisten (Klarinette und Bassklarinette) gleich die Vielseitigkeit seines Instruments vorstellte. Anschließend gab es den "Krakauer Kalauer", eine spritzig klangvolle Komposition des Bassisten Andreas Kneip, der im Stil des traditionellen polnischen Klezmers Altes mit Neuem kombinierte. Im Stil eines indischen Raga mit festen melodischen und ornamentalen Elementen entstand nach einer Idee des Sri Lankers Shan-Dewaguruparan (Perkussion) ein "Vanakkam Klezmer", der gefühlsbetont das Publikum mit sphärischen Klängen beflügelte.

 

Von Claus Schmidt (Gitarre und Bouzouki) stammt das "Bay a Glezele Mashke", ein gemäßigte, mit karibischen Elementen versetztes Stück. Es gelang den Musikern mit einer anregenden, abwechslungsreich harmonischen Kombination aus christlicher, islamischer und jüdischer Musik den drei abrahamitischen Weltreligionen die Zuhörer zu überzeugen. Die Heilig-Geist-Kirche trug mit ihrer glänzenden Akustik und mit einer bezaubernden Illumination in Form eines Sternenhimmels zu einer sensiblen Atmosphäre bei.

 

Mit "klaren Worten" ging es bei "Tacheles" zur Sache. "Curry auf Oliven" gab es in dem Global Klezmer "Shir" mit Blick auf die lauen Lüfte, bei denen man barfuß über den Rasen wandelt. Eine

Hommage an den Hinduismus gab es in Form einer "Skotshne", einer ausgefeilten Tanzmelodie mit raffinierten Übergängen und Perkussion-Effekten. Interaktiv vermittelte Reinald Noisten dem Publikum den Rhythmus eines 7/8-tel Taktes für das Lied "Gesiebte Oliven", und das gelang erstaunlich gut.

 

In einem phänomenalen Trommelsolo bewies Shan-Dewaguruparan seine Fingerfertigkeit auf den unterschiedlichen Perkussionsinstrumenten wie Tabla, Genjira, Gaddam, Djembe, Darbuka und der Maultrommel und sorgte für Begeisterung. Mit der "Blauen Hora", einem Tanz aus den Balkanstaaten, ließ Noisten seine Bassklarinette die Vielseitigkeit der musikalischen Wurzeln erklären. Mit der Premiere "Gute Nacht", die offensichtlich indische Herkunft hatte, endete ein beeindruckendes Konzert.

 

Quelle: RP


14.03.2018                                                                                                       Mein Artikel nun auch in den Niederrhein Nachrichten (-:

Das Ensemble Noisten präsentierte einmal mehr ein abwechsungsreiches Programm in Geldern. Foto privat

(geschrieben direkt am Abend des Vorstellungstages: 11. März 2018)

Ensemble Noisten begeisterte mit "Curry auf Oliven"

"Kunst trifft Kirche" zum fünften Mal in der Heilig-Geist-Kirche in Geldern

 

GELDERN. Die Evangelische Kirchengemeinde Geldern, Bücher Keuck und der Kunstverein Gelderland hatten zur Veranstaltung "Kunst trifft Kirche" in die Heilig-Geist-Kirche eingeladen. Pfarrerin Sabine Heimann freute sich, viele Besucher zu dieser fünften Auflage begrüßen zu dürfen. Die Kirche mit ihrer wunderbaren Akustik liebe die Musik, so Heimann. Mirjam Keuck-Grönheim betonte, dass sie stolz sei, die Traditon fortsetzen zu können, die ihre Mutter mit ihrem Engagement für Kunst schon so viele Jahre prägt. Inge Ruhs vom Kunstverein Gelderland betonte, wie schön es sei, dass wieder das Ensemble Noisten heute hier gastiere. Dieses Mal mit einer besonderen Geschmacksrichtung: „Curry auf Oliven.“

 

 

Reinald Noisten stellte die Einflüsse der verschiedenen Kulturen in ihrem Programm vor und wünschte dem Publikum ein Erlebnis mit allen Sinnen. Und das wurde es dann auch. Mit dem ersten scharf gewürzten fröhlichen Tanz, dem „Krakauer Kalauer“ begann der Abend, den Andreas Kneip aus Erfahrungen in dieser Stadt in melancholisch bis rhythmisch bewegende Musik umgesetzt hatte und die vier Musiker mit ihren verschiedenen Instrumenten virtuos präsentierten. Die Musik war tatsächlich so authentisch wie Noisten es angekündigt hatte. Sie verband sich mit anderen Kulturen. Sogar eine indische Raga hatte das Ensemble Noisten verklezmert, in der die Tabla von Shan Devakuruparan besonders zum Tragen kam. Dafür hätten sie Zeit gebraucht, so Noisten. Das Ergebnis ließ indische Einflüsse nicht überhören.

 

 

Mit „Vanakkam Klezmer“ (Sei gegrüßt Klezmer) hatte sich das Ensemble in die Karibik geträumt. Die Instrumente kommunizierten die Kulturen und hießen den Klezmer willkommen. „Tacheles“ wurde in instrumentale Klänge transportiert. „Gesiebte Oliven“ gab es später auch.

 

 

Nach der Pause begeisterte Devan, der tamilische Meistertrommler aus Sri Lanka das Publikum mit einem Trommelsolo. Das Publikum ließ sich auf die zeitweise geforderten Klatschrhythmen ein. Das Programm so flüssig und kurzweilig mit Klarinette und Baßklarinette(Reinald Noisten), Gitarre und Bouzouki(Claus Schmidt), Tabla und anderen Schlaginstrumenten(Shan Devan) und Kontrabass und Ukulele(Andreas Kneip) instrumentalisiert, ließ staunen, dass kurz nach 20 Uhr schon zwei Stunden vergangen waren mit dieser abwechslungsreichen Vorstellung.

 

 

Die Zugabe, die nach dem fordernden Klatschen der Besucher präsentiert wurde, war ein Stück mit dem Titel „Gute Nacht“, das frisch aus dem Proberaum zum ersten Mal live gespielt wurde. Das wäre ja nicht das erste Mal, so Noisten, dass sie mit ihren verschiedenen Programmen etwas Neues in Geldern ausprobierten.  Geertje Wallasch                                                                                                                      

Erste Eindrücke, die ersten Gäste, Begrüßung....

Erleben pur.... Die Heilig-Geist-Kirche mal anders


Ensemble Noisten in Geldern:

Eine Kooperationsveranstaltung von BücherKeuck, der Evangelischen Kirchengemeinde Geldern und dem Kunstverein Gelderland

9. März 2018

Geldern

Trommeln für "Kunst trifft Kirche"