Das war Kultur live

13. März 2018

Geldern

"Curry auf Oliven" begeistert in Heilig-Geist

 

Das Ensemble "Noisten" spielte authentischen Klezmer, der sich musikalisch mit anderen Kulturen verbindet.

 

                                                                                                       FOTO: G. Wallasch

 

Geldern.

Das Ensemble "Noisten" war in der Reihe "Kunst trifft Kirche" in Geldern zu Gast.

                                                                                                                                  Udo Spelleken

 

Beim Gemeinschaftsprojekt der evangelischen Kirchengemeinde und dem Kunstverein Gelderland "Kunst trifft Kirche" war das Ensemble "Noisten" mit seinem Programm "Curry auf Oliven" zu Gast. Ortspfarrerin Sabine Heimann, Mirjam Grönheim-Keuck und die Vereinsvorsitzende Inge Ruhs freuten sich über eine volle Heilig-Geist-Kirche und versprachen authentischen Klezmer, der sich musikalisch mit anderen Kulturen verbindet und mit dynamischen Rhythmen und Melodien die jiddische Volksmusiktradition globalisiert.

 

Eröffnet wurde der Reigen beschwingt mit "Freylach", einem fröhlichen, traditionellen jiddischen Gruppentanz, bei dem Reinald Noisten (Klarinette und Bassklarinette) gleich die Vielseitigkeit seines Instruments vorstellte. Anschließend gab es den "Krakauer Kalauer", eine spritzig klangvolle Komposition des Bassisten Andreas Kneip, der im Stil des traditionellen polnischen Klezmers Altes mit Neuem kombinierte. Im Stil eines indischen Raga mit festen melodischen und ornamentalen Elementen entstand nach einer Idee des Sri Lankers Shan-Dewaguruparan (Perkussion) ein "Vanakkam Klezmer", der gefühlsbetont das Publikum mit sphärischen Klängen beflügelte.

 

Von Claus Schmidt (Gitarre und Bouzouki) stammt das "Bay a Glezele Mashke", ein gemäßigte, mit karibischen Elementen versetztes Stück. Es gelang den Musikern mit einer anregenden, abwechslungsreich harmonischen Kombination aus christlicher, islamischer und jüdischer Musik den drei abrahamitischen Weltreligionen die Zuhörer zu überzeugen. Die Heilig-Geist-Kirche trug mit ihrer glänzenden Akustik und mit einer bezaubernden Illumination in Form eines Sternenhimmels zu einer sensiblen Atmosphäre bei.

 

Mit "klaren Worten" ging es bei "Tacheles" zur Sache. "Curry auf Oliven" gab es in dem Global Klezmer "Shir" mit Blick auf die lauen Lüfte, bei denen man barfuß über den Rasen wandelt. Eine

Hommage an den Hinduismus gab es in Form einer "Skotshne", einer ausgefeilten Tanzmelodie mit raffinierten Übergängen und Perkussion-Effekten. Interaktiv vermittelte Reinald Noisten dem Publikum den Rhythmus eines 7/8-tel Taktes für das Lied "Gesiebte Oliven", und das gelang erstaunlich gut.

 

In einem phänomenalen Trommelsolo bewies Shan-Dewaguruparan seine Fingerfertigkeit auf den unterschiedlichen Perkussionsinstrumenten wie Tabla, Genjira, Gaddam, Djembe, Darbuka und der Maultrommel und sorgte für Begeisterung. Mit der "Blauen Hora", einem Tanz aus den Balkanstaaten, ließ Noisten seine Bassklarinette die Vielseitigkeit der musikalischen Wurzeln erklären. Mit der Premiere "Gute Nacht", die offensichtlich indische Herkunft hatte, endete ein beeindruckendes Konzert.

 

Quelle: RP


14.03.2018                                                                                                       Mein Artikel nun auch in den Niederrhein Nachrichten (-:

Das Ensemble Noisten präsentierte einmal mehr ein abwechsungsreiches Programm in Geldern. Foto privat

(geschrieben direkt am Abend des Vorstellungstages: 11. März 2018)

Ensemble Noisten begeisterte mit "Curry auf Oliven"

"Kunst trifft Kirche" zum fünften Mal in der Heilig-Geist-Kirche in Geldern

 

GELDERN. Die Evangelische Kirchengemeinde Geldern, Bücher Keuck und der Kunstverein Gelderland hatten zur Veranstaltung "Kunst trifft Kirche" in die Heilig-Geist-Kirche eingeladen. Pfarrerin Sabine Heimann freute sich, viele Besucher zu dieser fünften Auflage begrüßen zu dürfen. Die Kirche mit ihrer wunderbaren Akustik liebe die Musik, so Heimann. Mirjam Keuck-Grönheim betonte, dass sie stolz sei, die Traditon fortsetzen zu können, die ihre Mutter mit ihrem Engagement für Kunst schon so viele Jahre prägt. Inge Ruhs vom Kunstverein Gelderland betonte, wie schön es sei, dass wieder das Ensemble Noisten heute hier gastiere. Dieses Mal mit einer besonderen Geschmacksrichtung: „Curry auf Oliven.“

 

 

Reinald Noisten stellte die Einflüsse der verschiedenen Kulturen in ihrem Programm vor und wünschte dem Publikum ein Erlebnis mit allen Sinnen. Und das wurde es dann auch. Mit dem ersten scharf gewürzten fröhlichen Tanz, dem „Krakauer Kalauer“ begann der Abend, den Andreas Kneip aus Erfahrungen in dieser Stadt in melancholisch bis rhythmisch bewegende Musik umgesetzt hatte und die vier Musiker mit ihren verschiedenen Instrumenten virtuos präsentierten. Die Musik war tatsächlich so authentisch wie Noisten es angekündigt hatte. Sie verband sich mit anderen Kulturen. Sogar eine indische Raga hatte das Ensemble Noisten verklezmert, in der die Tabla von Shan Devakuruparan besonders zum Tragen kam. Dafür hätten sie Zeit gebraucht, so Noisten. Das Ergebnis ließ indische Einflüsse nicht überhören.

 

 

Mit „Vanakkam Klezmer“ (Sei gegrüßt Klezmer) hatte sich das Ensemble in die Karibik geträumt. Die Instrumente kommunizierten die Kulturen und hießen den Klezmer willkommen. „Tacheles“ wurde in instrumentale Klänge transportiert. „Gesiebte Oliven“ gab es später auch.

 

 

Nach der Pause begeisterte Devan, der tamilische Meistertrommler aus Sri Lanka das Publikum mit einem Trommelsolo. Das Publikum ließ sich auf die zeitweise geforderten Klatschrhythmen ein. Das Programm so flüssig und kurzweilig mit Klarinette und Baßklarinette(Reinald Noisten), Gitarre und Bouzouki(Claus Schmidt), Tabla und anderen Schlaginstrumenten(Shan Devan) und Kontrabass und Ukulele(Andreas Kneip) instrumentalisiert, ließ staunen, dass kurz nach 20 Uhr schon zwei Stunden vergangen waren mit dieser abwechslungsreichen Vorstellung.

 

 

Die Zugabe, die nach dem fordernden Klatschen der Besucher präsentiert wurde, war ein Stück mit dem Titel „Gute Nacht“, das frisch aus dem Proberaum zum ersten Mal live gespielt wurde. Das wäre ja nicht das erste Mal, so Noisten, dass sie mit ihren verschiedenen Programmen etwas Neues in Geldern ausprobierten.  Geertje Wallasch                                                                                                                      

Erste Eindrücke, die ersten Gäste, Begrüßung....

Erleben pur.... Die Heilig-Geist-Kirche mal anders


Ensemble Noisten in Geldern:

Eine Kooperationsveranstaltung von BücherKeuck, der Evangelischen Kirchengemeinde Geldern und dem Kunstverein Gelderland

9. März 2018

Geldern

Trommeln für "Kunst trifft Kirche"

 

Mirjam Grönheim-Keuck, Christel Terhorst, Sabine Heimann und Geertje Wallasch (v.l.) hoffen auf eine volle Kirche beim Gastspiel vom Ensemble Noisten. FOTO: evers

 

 

 

Geldern. Am 11. März gibt es für die Besucher der Heilig-Geist Kirche" Curry auf Oliven" als Ohrenschmaus. Von Bianca Mokwa

 

 

Curry auf Oliven, das hört sich nach einer ungewöhnlichen Mischung an. So heißt das aktuelle Programm vom Ensemble Noisten. Das ist am Sonntag, 11. März, ab 18 Uhr zu Gast in der Heilig-Geist-Kirche Geldern.

 

"Die Zuhörer dürfen sich auf Musik aus verschiedenen Stilrichtungen freuen", verspricht Christel Terhorst vom Kunstverein Gelderland. Unverkennbar werde man aber die jüdische Klezmer-Musik noch heraushören, sagt Pfarrerin Sabine Heimann. Seit einigen Jahren gibt es schon die Kooperation zwischen der evangelischen Kirchengemeinde Geldern und dem Kunstverein. "Als sich der Kunstverein 1990 gründete, waren wir ein Verein ohne eigenen Raum", sagt Christel Terhorst. Aber wenn man keinen hat, muss man sich halt einen suchen, und dabei wurden die Vereinsmitglieder sehr kreativ.

 

Einmal im Jahr findet eine Veranstaltung in der Heilig-Geist-Kirche statt. "Die Kirche bietet dazu alle Voraussetzungen", sagt Pfarrerin Sabine Heimann. "Es ist ein wunderbarer Raum, und die Akustik ist einfach super."

 

An den Kulturabenden wird auch mit einem besonderen Lichtkonzept gearbeitet. Deswegen sind zu dem Abend am 11. März nicht nur die Freunde der jüdischen Klezmer-Musik besonders eingeladen, sondern jeder, der eine künstlerische Darbietung in besonderer Atmosphäre genießen möchte. Fester Bestandteil des Abends ist immer eine Pause, in der Häppchen, passend zum Thema, gereicht werden. Das sei auch ein ganz wichtiger Teil des Programms, einfach um miteinander ins Gespräch zu kommen, sind sich die Veranstalter einig. Die Gäste kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, habe man im Laufe der Jahre festgestellt. So steht spannenden Gesprächen nichts mehr im Wege.

 

Pfarrerin Heimann sieht auch im Programm selbst ein besonderes Miteinander. Nicht umsonst