Bild: Peter Rogge

 

Unter Gottes Schutz Psalm 91

 

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. 1,2

 

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. 11,12

 

 

 

 

 

Mit Teamern unterwegs

...auch mit Konfis

Vor einem Jahr:

 

3. Februar 2017 | 00.00 Uhr

 

Geldern

Was Konfirmanden über Luther wissen

Wissensvermittlung auf unterhaltsame Art: Einige Gelderner Jugendliche spielen sich durch Luthers Leben.

FOTO: Gerhard Seybert

 

Geldern. In der evangelischen Kirchengemeinde Geldern kümmert sich eine große Gruppe Jugendlicher um die "Konfis". Die Konzepte sind neu und jugendfreundlich. Die Rheinische Post war bei einem "Teamer-Abend" dabei. Von Bianca Mokwa

 

Auf dem Tisch steht ein Spielbrett mit dem Konterfei des Reformators Martin Luther. Das Spiel ist anlässlich des Reformations-Jubiläums herausgegeben worden. Die Jugendlichen, die sich unter dem Dach des evangelischen Gemeindehauses in Geldern getroffen haben, wissen ziemlich genau, mit wem sie es da zu tun haben. "Ich weiß, dass er die Thesen an die Kirchentür genagelt hat. Das ist schon ziemlich krass, wenn man darüber nachdenkt. Aber 500 Jahre sind auch ziemlich weit entfernt", sagt der 17-jährige Henning Letzner. "Das muss man sich erst einmal trauen", ergänzt Thomas Goehlich. "Der hat eine komplette Teilung der Kirche hervorgerufen", nennt Henning Letzner die Folgen. Ansonsten wären die Jugendlichen nicht evangelisch, sondern vermutlich katholisch.

 

Die Jugendlichen haben nicht nur ihren Glauben gemeinsam. Sie sind auch alle konfirmiert. Das heißt, sie haben den Schritt aus dem Kindsein in ein Mitbestimmen als Christ in der evangelischen Kirche getan. Außerdem sind sie alle Teamer. Das bedeutet, sie bereiten die Unterrichtseinheiten vor für die zukünftigen Konfirmanden, gemeinsam mit den Pfarrern, Jugendleiterin Yvonne de Temple und der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Geertje Wallasch. Die beschreibt, wie sich der Konfirmationsunterricht im Laufe der Jahre verändert hat.

 

Einmal die Woche Frontalunterricht, einer spricht, alle anderen hören zu, das ist Vergangenheit. Stattdessen findet alle sechs Wochen ein Treffen statt. An den Samstagen ist von 9.30 bis 14.30 Uhr viel Zeit. Die Themen sind im Kern oft die gleichen wie früher. "Zum Beispiel das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis", sagt Henning Letzner. Das wird auch auswendig gelernt. "Es ist ein gutes Gefühl, wenn alle in der Kirche das zusammen sagen", sagt Ronja Geldermann. Und natürlich sind die zehn Gebote Thema.

 

"Der Vorteil der langen Samstage ist, wir haben Zeit, kreativ zu sein", erklärt Geertje Wallasch den Unterschied zu früher. Und das kommt gut an. Am Ende der Konfi-Zeit dürfen und sollen die Jugendlichen Feedback-Bögen ausfüllen und auch Kritik äußern. Die kreativen Angebote, wie Plakate malen, Anspiele einüben, die werden immer als besonders positiv genannt.

 

Warum sich die Jugendlichen konfirmieren lassen, ist ganz unterschiedlich. "Es macht Spaß, mit Freunden was zu machen", sagt Henning Letzner. Und er war bei der Konfirmation seiner Schwester dabei. "Das war cool." Nele Aßmann erzählt, dass ihre Mutter ihr von ihrer Konfirmationszeit erzählt habe und wie viel Spaß sie hatte. Ehrlicherweise fällt auch das Stichwort "Geschenke". Aber das allein kann es nicht sein, warum die Jugendlichen sich auch lange nach der Konfirmation, wenn alle Geschenke längst ausgepackt sind, noch treffen und sich Gedanken um die nächste Generation der Konfirmanden macht. "Mir persönlich ist es wichtig, den Jugendlichen zu vermitteln, wie Gott im Alltag hilft", sagt Geertje Wallasch. "Wenn es gut läuft, auch mal Danke zu sagen." Das ist dann nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus dem Leben.

Quelle: RP


Teamer zeigen Einsatz

Über so eine Aktion zu schreiben, ist die pure Freude

Mein Bericht in der RP veröffentlicht

| 00.00 Uhr

Geldern

Jugendliche waschen Autos für das Glockenspiel der Heilig-Geist-Kirche
Geldern. GELDERN Fast 20 Jugendliche der evangelischen Kirchengemeinde Geldern haben eine Auto- und Fahrradputzaktion auf dem Vorplatz des Gemeindezentrums veranstaltet. Der Erlös soll in die Sanierung des Glockenspiels der Gelderner Heilig-Geist-Kirche fließen. Am Ende waren sie stolz über den Betrag, den sie durch ihre gemeinsame Aktion eingenommen hatten: 540 Euro kamen zusammen. Sieben Erwachsene hatten die Jugendlichen tatkräftig unterstützt.

"Damit haben wir nicht gerechnet", kommentierten das Ergebnis die Teamer, die an Projekttagen den Konfirmandenunterricht begleiten oder auch mal einen Jugendgottesdienst mit Pfarrerin Sabine Heimann vorbereiten. Der Zweck der Veranstaltung wurde am Aktionstag nebenbei diskutiert. "Dass das soviel kostet. 20.000 Euro. Was ist denn kaputt und wie funktioniert das Glockenspiel überhaupt?", fragt Arne, der mit ein paar weiteren Jugendlichen die erste Schicht übernommen hatte.

 

Katja hatte alle Helfer und Helferinnen in Gruppen eingeteilt, damit während der Zeit der Aktion immer genügend Jugendliche vor Ort waren. Drei Gruppen arbeiteten in der Zeit zwischen 10 Uhr und 16 Uhr. Das Angebot der Putzaktion lief zwar nur von 11 Uhr bis 15 Uhr, aber schließlich musste auch alles vorbereitet und zum Schluss wieder abgeräumt werden. "Anstrengend war's", lautete das Resümee der jungen Leute.

 

Nicht zuletzt wegen der Hitze: Die ungewöhnlich hohen Temperaturen dieses Septembers hatten für zusätzliche Anstrengungen gesorgt. "Trotzdem können wir so etwas noch mal machen", hieß es. Vielleicht auch für Anschaffungen für die Jugend-Räume.

Quelle: RP
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