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Schreibliebe

Grand - Hotel EUROPA von Ilja Leonard Pfeijffer ©wandelsinn
Manchmal finden wir uns in Büchern

556 Seiten, die auch mich betreffen. Weil ich Europäerin bin. Weil ich meine Wurzeln liebe. Weil ich die Kunst und die Kultur liebe. Und weil ich es liebe, zu schreiben. Und weil ich liebe.

In der Mitte des Buches hatte es Längen, die mich fast dazu brachten, es wegzulegen. Aber manchmal hat es auch mit der eigenen Verfassung zu tun. Und doch muss ich bemerken, dass mir die Ausführungen zur Kunst manchmal etwas zu ausführlich waren. Und doch habe ich auch wieder etwas dazugelernt. Nicht nur über die Kunst, sondern auch über Geschichte und Politik.

Grand-HOTEL EUROPA

ILJA LEONARD PFEIJFFER

im PIPER Verlag

ist sein eigener Protaganist und erzählt in der Ich-Form über sein Leben, seine Lieben, seine Liebe überhaupt und im besonderen und hat sie verloren. Und doch vielleicht auch nicht. Ein raffiniertes Ensemble. Mich wundert es nicht: Er schreibt auch Theaterstücke.

Pfeijffer lebt in Genua, ist viel herumgekommen und weiß darüber gut zu berichten und zu vermitteln, dass man gerade dort unterwegs ist. Aber nicht nur dort sind wir, sondern auch in Venedig vornehmlich, wenn wir dieses Buch lesen.

iLJA LEONARD PFEIJFFER

gilt als einer der herausragendsten Schriftsteller der Niederlande. Dieses Buch stand mehr als sechs Monate auf der niederländischen Bestsellerliste. Auch das wundert mich nicht. In diesem Buch spielt das Leben, wie es so oft spielt. Und der Autor spielt damit in vielen Facetten.

Das will alles selbst herausgefunden werden. Das möchte ich hier bei der Andeutung so belassen.

Er liebt es wohl auch, sich treiben zu lassen ohne Plot. Und doch plottet er. Das macht er so unscheinbar, dass es Freude macht, in diesem Buch unterwegs zu sein. Über einen Handlungsstrang kann man hier nichts Konkretes bemerken. Wie das Leben spielt. Du lebst und merkst nicht, dass du in einem Buch unterwegs bist.

Ich werde nochmal reinblättern im Buch und meine Bemerkungen und Anstreichungen mir ansehen. Dieses Buch war letztendlich lohnenswert zu lesen in vielerlei Hinsicht, auch wenn ich einmal kurz davor, es wegzulegen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und am Ende war ich satt und beglückt. So ist das manchmal im Leben.

©geertjens ©wandelsinn

Geertje Jürgens-Wallasch

 

 

Kulturfabrik - Neustrelitz ©wandelsinn
Als es noch möglich war - Kulturfabrik, Neustrelitz, Mecklenburg

Es gibt so einige Möglichkeiten in unserem Leben, wir suchen sie vielleicht, und manchmal finden sie uns.

Sonnenblumen in Mecklenburg ©wandelsinn
Rumstromern in Mecklenburg

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