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Herbstsommer

 

Mir will der Herbst nicht aus dem Kopf. Oder besser: er will nicht hinein. Ich habe noch Sommer im Herzen, diesen schönen. Den wir erleben durften. Lang und beständig. Ungewöhnlich. Und doch gewöhnte ich mich schnell daran. Deshalb will ich ihn auch noch nicht loslassen. Am liebsten wollte ich den Sommer noch ein wenig behalten. Obwohl er so lang war. Ich habe mich so gewöhnt an einen Sommer, der so viel gab.

 

 

 

 Bild © dWa

 

Aus Wolle wird noch lange nichts gewolltes. Und die letzten Schafschuren dürften im Juli gewesen sein. Also ran an den Speck. Ideal ist das Wetter zum Laufen. In diesen vielen heißen Tagen blieben meine Laufschuhe stehen. Oder ich nutzte sie für andere schöne Sachen.

 

 

In der Nacht regnete es wieder und das ist gut so. Daran gewöhnen muss ich mich, mich der neuen Jahreszeit nähern, die ich ja auch liebe. Herbst im Sinn, ich will noch nicht so recht hin.

 

 

 

Auf dem Acker fährt der Bauer mit einem Gerät für die Landwirtschaft. Ich höre es in der Ferne. Für heute ist noch mal viel Sonnenschein angesagt und für die nächsten Tage, so als wenn der Sommer bleiben würde. Aber nein, er geht. Ich roch gestern den Herbst sehr deutlich. Kennt ihr das auch? Und morgens war es schon ganz schön frisch. Dran gewöhnen. 

 

 

Daran gewöhnen heißt auch einlassen. Mich darauf einlassen, dann läuft und geht es auch gleich besser. Loslassen und einlassen. Vielleicht konträre Begriffe, die wir in diesen Wörtern sehen, begreifen. Und doch einander sehr nah. Vielleicht das Alte lassen, das Vergangene loslassen. Sich auf das Kommende, wieder Neue einlassen.

 

Zwei Bilder, entstanden während der Jugendarbeit.

Nicht nur selbst fotografiert ;-)

In diesem Sinn:

 

Begreifen wir und ergreifen wir die Möglichkeiten, unsere Möglichkeiten.

Machen wir es wie der Schmetterling. Wandelsinn. © geertjens

 © dWa

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