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Fantasie ohne Ende

Der Name ist Programm

BücherKeuck

BücherKeuck
BücherKeuck mit einem besonderen Jubiläum

Kleine Jubiläumsrede

 

Ein Jahr nach der Mondlandung nahm auch die Buchhandlung Keuck ihre Fahrt auf und sie kreist immer noch. Gerne verweilen die Menschen hier, wie auch ich. Und kaufen hier ihre Objekte der Begierde. Bücher.

 

Ich fahr mal eben zu Keuck, da geh ich doch eben mal zu Keuck. Hier in unserer Stadt redet kaum jemand von BücherKeuck. Keuck ist ein Begriff. Jedenfalls für die Einheimischen, die Bürger dieser Stadt. Geldern, die LandLebenStadt.

 

 

 

BücherKeuck, 1970 - 2020
Da bin ich doch gerne dabei!

 

Und hier ist Leben drin. In den Büchern. Bei Keuck. Irgendjemand ist immer da, der gut berät oder interessante Tipps gibt. Oder einfach nur freundlich bemüht ist. Um das Wohl der Kundschaft.

 

 

Für mich ist Keuck schnell zu meinem zweiten Wohnzimmer geworden. Hier bin ich groß geworden ;-). Und manchmal, wie gestern noch, ich stand vor einem der Bücherregale, werde ich ganz selbstverständlich angesprochen. Mir werden Fragen gestellt zu Büchern im allgemeinen oder zu Büchern, die bestellt wurden und abgeholt werden möchten.

 

Ja, gehör ich denn schon zum Inventar hier?! Gerne tausche ich mich aus. Mit den Menschen, die die Buchhandlung in Schwung halten und immer up to date sind. Und wenn ich auch schon mal ein Weilchen nicht mehr dort war, heißt es: Du warst aber schon lange nicht mehr hier!

 

Auch wenn man mal nicht sofort den Titel oder Autor und die Autorin zur Hand hat, mit Engagement, Witz und Couleur vereinen sich Gedankenblitze und das gesuchte Buch liegt plötzlich in den Händen des Suchenden, der ein ganz besonderes Buch meinte, sein Buch und nur dieses sollte es sein. Aber wie war noch gleich der Name? Ja, ist doch klar: der, der soviel reist! Ach, wie heißt er nochmal? Alles klar? Wieviel Bücher gibt es darüber? Über jemanden, der reist und dies in einem Buch niederschreibt, dokumentiert oder eine spannende Geschichte daraus macht. Egal, ob es sich tatsächlich um eine Reise handelt oder um eine Erzählung, fiktiv oder real. Du reist in andere Welten, auch wenn du das erstandene Buch nur liest und dabei gemütlich dort sitzt, wo dein Lieblingsplätzchen ist und du ungestört die Seiten umblätterst, Seite für Seite, Erlebnis für Erlebnis, Erkenntnis für Erkenntnis. So ist das mit der Bücherliebe.

BücherKeuck wird 50, Schaufenster
Ich habe auch einen Bücherhocker, bei mir Zuhaus!

 

Ich betrat als Jugendliche zum ersten Mal die Buchhandlung Keuck, da war sie gerade aus der Taufe gehoben worden.

 

„Also wenn Sie dieses Buch nehmen, das ist natürlich die Creme de la Creme.“ Das war Johannes Keuck, der, gemeinsam mit seiner Frau Gundula, die Buchhandlung seit 1970 führte.


Ich sehe ihn noch wie heute vor mir. Es war immer eine Fliege, die zu seinem Outfit gehörte, zum Hemd und Jacket oder zum Anzug. Er erzählte mit einer Begeisterung über die Bücher, nach denen ich fragte oder die er mir vorstellte oder empfahl.

 

Heute ist mein Wohnzimmer hier in der Stadt viel größer als damals. Hier unterbreche ich gerne die schnelllebige Zeit, die auch an mir nicht vorüber gegangen ist. In einem der gemütlichen Sessel sitze ich, einen Stapel Bücher auf dem Tisch, und stöbere. Und oft begleiten mich dann Bücher in meinen Erstwohnsitz. .-)) Und dort liegen sie und warten auf mich. Und ich freue mich auf sie. Die Bücher.

Sternstunden

BücherKeuck, 50 Jahre
Da hinten am Fenster, seht ihr meinen Sessel?

 

Und einige Male wohnte ich nicht nur in meinem Wohnzimmer hier bei Keuck. Ich reiste. In Deutschland genoss ich unter anderem Gartenreisen, die Gundula Keuck gemeinsam mit Hildegard Beauvy anbot. Oft ging es in den Osten des Landes. Das waren immer sehr interessante und erlebnissreiche Fahrten, die heute noch nachwirken. Wir besuchten Ringelnatz und seine Heimatstadt Wurzen. Wir waren unterwegs im Ruppiner Land von Theodor Fontane, der im letzten Jahr sehr aktuell war, weil sein 200jähriger Geburtstag gefeiert wurde.

 

Wir besuchten Schrebergärten und lernten, was es mit Schreber auf sich hat. Diese Reisen dienten der Bildung. Wir tauchten in die Kunst ein. Auch auf der Dokumenta in Kassel. Das war 2012. Das konnte nicht weg! Das war fantastisch. 

Wir besuchten Museen. Ich erinnere mich an Literaturhäuser. Leipzig. Grimma. 2013. Dort mussten wir leider auch die Jahrhundertflut erleben. Das war sehr tragisch und wir reisten einen Tag früher wieder an den Niederrhein zurück.

 

Wir begegneten Künstlern. Wir liefen durch Wälder und Auen. Den Geruch des Bärlauchs von damals habe ich noch heute in der Nase. Ich habe das Bild vor Augen, wie wir dort wandeln. Ich philosophiere mit unserem Führer. Thorsten Plate. Kenntnisreich und kompetent führte er uns durch den Auwald, am Zoo vorbei in das kleine Schillerhaus im Leipziger Stadtteil Gohlis auf der Menckestraße.

 

Das alles und noch viel mehr. Das war nicht nur das reine Vergnügen. Wer mich kennt, weiß, wie das gemeint ist. Ich liebe so etwas. Meine Wissbegierde beim Unterwegs sein zu stillen. Freudig neugierig unterwegs. Wandelsinn. Schon klar, oder?

©geertjens ©wandelsinn

Wandelsinn schickt Rosen zum Jubiläum von BücherKeuck
Ich schicke dir Rosen... 1000 Dank
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