Wandeln im Licht

 

Da waren sie wieder, die Worte des Psalms, die ich so lieben lernte. Durch einige Begebenheiten. Wo mir bewusst wurde, dass Gott bei mir ist. Und das Schöne ist, ich spüre immer wieder, er ist nicht nur da, wenn ich meine, ihn wirklich zu brauchen. Wenn es uns schlecht geht, jammern wir nach ihm. So ertappte ich mich früher öfter. Nein, das Schöne ist, er ist immer da. Er erleuchtet auch die hellen Momente,

Augenblicke in unserem Leben.

 

 

Unsere indonesische Pfarrerin Mika Purba erinnerte mich an den Psalm 119, an die Worte des Verses 105 „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ Der Psalm 119 ist mit dem Titel „Die Herrlichkeit des Wortes Gottes“ überschrieben.

 

 

 

 

So nahm ich auch die Lesung in unserem Ökumenischen Festgottesdienst „In Christus eins!“ am Sonntag, 24. September 2017 in der Heilig-Geist-Kirche freudig wahr, die Mika Purba las aus Johannes 8, 12 „Das Licht der Welt“.

 

 

„Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

 

Und Mika erweiterte die Lesung aus Johannes mit den Worten des Psalms „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte....“

 

 

Der Gottesdienst leuchtete schon zu Beginn mit den Worten des Liedes „Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr."

 

 

Den Psalmen in der Bibel gilt meine besondere Liebe, so möchte ich hier gerne erwähnen, dass für diesen Gottesdienst Psalm 111 „Preis der Gottesgnade“ zum gemeinsamen Sprechen ausgesucht wurde. Gesprochen wurde die Predigt vom katholischen Pfarrer Arndt Thielen. Ich höre ihn gerne. Während ich dies schreibe, merke ich, wie ich lache. Wenn mich jemand sähe, fragte er vielleicht: „Was schreibt sie Lustiges?“ Ja, es war eine Freude, ihm zuzuhören. Und da leuchtet es wieder das Licht! Gemeinsam auf dem Weg, das geht. Thielen ist ein niederrheinischer Jung und das war zu spüren. Er sprach wichtige Worte so lebensnah aus. Das erfuhr ich auch durch andere Pfarrer und Pfarrerinnen. Heute war es mal wieder etwas Besonderes.

 

Besonders war auch die musikalische Begleitung des Flötenensembles „orbis tibiarum“ der Katholischen Kirchengemeinde. Zur musikalischen Einleitung erfreute unsere Kantorin Jeehyun Park uns mit dem Präludium G-Dur BWV 541 von Johann Sebastian Bach.

 

 

Die weiteren Lieder, die wir sangen, bewegten mein Herz. „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt...“ und „Strahlen brechen viele aus einem Licht. Unser Licht heißt Christus./Zweige wachsen viele aus einem Stamm./Gaben gibt es viele, Liebe vereint./Dienste leben viele aus einem Geist./Glieder sind es viele, doch nur ein Leib. Wir sind Glieder Christi.“

 

 

Summend singe ich beim Schreiben die Melodie der Lieder.... und die Melodie setzt sich auf den Tasten meines Laptops fort. Die Festmusik für Bläser von Richard Wagner, gespielt vom Bläserkreis der Evangelischen Kirchengemeinde, beendete diesen segensreichen Gottesdienst.

 

© geertjens

 

Die Bilder fotografierte ich während eines KU-Projekttages unserer Evangelischen Kirchengemeinde Geldern. Die Collage entstand in einer Konfirmandengruppe, die ich während einer Unterrichtseinheit begleitete.

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