Was für ein Fest

Arche Noah Geldern feiert 30 Jahre KiTa

Vielleicht waren die Erwachsenen aufgeregter als die Kinder der Kindertagesstätte. Während eines Festgottesdienstes am Sonntag, 21. Juni 2026 führten die Erzieherinnen zusammen mit der „Kapitänin“ Silke Mogritz-Streppel das Stück „Arche Boa“ auf nach dem gleichnamigen Buch von Cornelia Boese. Umgeschrieben hatte es Anna Zimmermann-Hacks, die Theaterpädagogin und Regisseurin der Theaterwerkstatt Haus Freudenberg, für die KiTa. Aufmerksam folgten die Gäste dem Geschehen im Innenhof der Liebfrauenschule auf der Weseler Straße in Geldern. Da kamen Pinguine, ein Frosch, ein Koala Bär, Fritzi Flattermäuschen und einige andere Tiere, die in der Arche Boa aufgenommen werden wollten, zu Wort. Doch nur ein Tier sollte aufgrund eines Wettbewerbs den Platz in der Arche bekommen.
Schnell war klar, dass es so nicht gehen konnte, wenn man den Tieren gerecht werden wollte. Und so ging es in dem Stück um das Klima, den Umweltschutz und um die Gerechtigkeit. Nicht nur um solche Themen geht es in der Kindertagesstätte unter der Leitung von Silke Mogritz-Streppel. Das letzte Projekt stellte das Miteinander in den Fokus, und dass jeder Mensch wertvoll ist. Immer steht dabei das spielerische Lernen im Vordergrund. Das spiegelte sich wider in dem Stück „Arche Boa“. Mit viel Freude bekräftigten die Kinder ihr Spiel mit Gesängen, die sie mit ihren Händen und ihren Füßen rhytmisch begleiteten. Zu Beginn des Gottesdienstes hatten einige der Kinder das Verteilen der Broschüren übernommen, damit die Gäste die Lieder mitsingen konnten. Die vielen Flyer und Werbegrafiken hatte Annika Fohler erstellt. Silke Mogritz-Streppel bedankte sich bei allen Menschen, die die Arche Noah gerade in dieser intensiven Zeit zur Vorbereitung des Jubiläumsfestes geholfen hatten.

Sechs Kinder sprachen die Fürbitten. Da wurde nicht nur für die Kinder der örtlichen Arche gebetet, sondern auch der vielen Kinder auf der ganzen Erde gedacht. Das Vaterunser wurde in Liedform
gebetet. Die Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde, Jeehyun Park, begleitete nicht nur die Lieder am E-Piano, sondern sorgte auch für die Geräusche während des Stückes, die die Aufführung
sehr lebendig machten. Zum Segen stellten sich die Kinder in ihren bunten T-Shirts in einen Kreis. In den Grußworten der stellvertretenden Bürgermeisterin Sabrina Kühle und des Ortsbürgermeisters
Walter Schröder wurde deutlich, wie wichtig es ist, solche guten Orte für Kinder zu haben, an denen die Erzieherinnen die kleinen Bürger*innen mit viel Einsatz fördern. Kühle staunte: „Ihr seid
ja richtige Künstler“, das könne man doch schon sehr lange mitverfolgen, zum Beispiel auf Instagram. Kitty Hetztel, die Vorsitzende des Presbyteriums der Kirchengemeinde, fasste sich kurz, weil
die Temperaturen doch jetzt auch mal etwas zur Erfrischung forderten. Sie betonte jedoch, wie stolz die Kirchengemeinde auf ihre Kindertagesstätte sei. Zum Dank gab es für das Team der KiTa einen
Gutschein für ein gemeinsames Frühstück im Café Extrablatt. Noch lange nach dem aufgeführten Stück „Arche Boa“ hallte es nach: „Es ist noch Platz in der Arche, Platz in der Arche, komm, steig mit
uns ein!“ Und weiter ging es dann in und um die KiTa Arche Noah auf der Bogenstraße. Dort wartete ein Begrüßungssekt, allerlei Getränke, Gegrilltes und Waffeln. Eine Vielzahl an kreativen Torten
waren zu bestaunen. Diese und weitere leckere Kuchen hatten die Eltern gespendet. Eine Hüpfburg stand bereit, ein Planschbecken für die Kleinsten, die dort angeln konnten. Und noch viel mehr war
im Angebot an diesem sommerlichen Tag. Auch der angekündigte Zauberer war schon da. Bis zum Abend ging das Spektakel weiter und das Team der Arche hatte viel zu tun. Gut, dass es nicht nur
finanzielle Unterstützung gab, zum Beispiel durch den Förderverein. So manche freiwillige Hand packte tatkräfig mit an. Und dann gab es ja auch noch eine Tombola mit lukrativen Gewinnen, für die
viele Institutionen gesorgt hatten.
Geertje Wallasch
Fotos: gee
In und um die KiTa ging es dann weiter







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